Weinbau im Neuffener Tal

Seit rund 1.000 Jahren wird im Neuffener Tal Wein angebaut. Wie andernorts auch, war die Weinkultur stark von den Klöstern der Region beeinflusst und hat zur Herausbildung der verschiedenen Weinorte geführt. In heutiger Zeit wird Weinbau vorrangig an den geschützten Flanken, an den Südhängen des Hohenneufffen betreiben.

Im Jahr 1948 kam es zum genossenschaftlichen Zusammenschluss der Weinbaugemeinden am Albtrauf mit der Gründung der Weingärtnergenossenschaft Hohenneuffen-Teck e.G. und damit auch zum gemeinschaftlichen Ausbau des Neuffener Tälesweins.

Während anfangs noch der Silvaner mit einem Flächenanteil von etwa 90 % klar dominierte, veränderte sich das Angebot im Laufe der Zeit zu einer abwechslungsreichen Vielzahl an Rebsorten und Weinen. Die Anbaufläche der weißen und roten Rebsorten beträgt heute jeweils 50 %. Aus weißen und roten Trauben nahezu aller unserer Rebsorten wird die Württemberger Spezialität Schillerwein gekeltert.

Mit den gebietstypischen Namen für einzelne Weine wird der Geschichte der Weinbaugemeinden Rechnung getragen, z.B. „Berthold zu Nifen“ (ein im Barrique gereifter Rotwein) sowie der „Gottfried von Neuffen“ (ein trockener Schwarzriesling). Weitere Spezialitäten sind die Lagenweine, wie die Weine aus den Weilheimer Vulkan-Lagen an Limburg und Egelsberg sowie aus den Beurener und Kohlberger Weinbergen.

Eine besondere Stellung nimmt der Silvaner „Blaue Mauer“ ein, der an ausgewählten und ertragsreduzierten Hängen heranreift. Die besten Trauben des Weißburgunders und Acolons eines Jahrgangs werden zur Edition K8. Für alle, die das süße Leben lieben, wird heute der sweet rosé angeboten.